Vertrauen

Dies ist eine kleine Geschichte über das Vertrauen. Zum 2. Advent in dieser dunklen Zeit, wünschen wir Euch allen das Licht des Vertrauens auf Eurem Weg. Bleibt mutig und voller Vertrauen. Euer Nordstern-Team!



Ein König hatte einen sehr treuen und weisen Kanzler. Bei jeder Frage holte er sich die Meinung seines Kanzlers ein und vertraute ihm nahezu blind. Eines Morgens stieg der König aus seinem Bett, rutschte aus und knallte auf den harten Marmorboden. Dabei brach er sich ein Bein. Mit lautem Wehklagen rief der König nach seinem Kanzler. Dieser begutachtete das Geschehene und sagte:


„Mein König, es ist gut so wie es ist.“


Der König war über diese unbarmherzige Aussage des Kanzlers so erbost, dass er die Wachen rief und seinen Kanzler ins Verließ sperren ließ. Da saß der Kanzler nun frierend in seiner dunklen und nassen Zelle und grübelte nach. Wie konnte ihm das nur passieren? Hatte er nicht immer seinem König gute Dienste geleistet? Nun hatte er viel Zeit zum Nachdenken.


Derweil getraute sich der König wieder auszureiten, obwohl sein Bein noch in einem großen Verband steckte. Er ritt allein auf seinem weißen Schimmel und an diesem Tag schien der Teufel mit ihm zu reiten, denn der König ritt und ritt und ritt bis über die Grenzen seines eigenen Reiches hinaus. Als er endlich zur Ruhe kam, blickte er sich um und wollte sich gerade orientieren, da schnappte die Falle zu und der König wurde wild fluchend von seinem Pferd gezerrt. Dann ging alles sehr schnell. Eingeborene schleppten den König in ihr Dorf, wo schon ein großes Feuer brannte. Dem König gefror das Blut in den Adern vor Angst. Er hatte von den Kannibalen gehört, dies aber nie für wahr erachtet. Schweißtropfen rannen ihm über die Wange, während die Kannibalen anfingen, wild und laut die große Trommel zu schlagen.


Dadung, Dadung, Dadung, Dadung. Das ganze Dorf freute sich auf ein königliches Festmahl. Dadung, Dadung, Dadung, Dadung. Der König strampelte und schrie, als man ihn auf den Spieß binden wollte. Einer der Eingeborenen begab sich daran, des Königs Kleider zu entfernen. Dadung, Dadung, Dadung ... die Eingeborenen hatten den großen Verband an des Königs Bein entdeckt … das Trommeln verstummte abrupt. Das ganze Dorf war totenstill. Hatten Sie doch sofort kapiert, dass ein verwundetes Wesen nicht geopfert und geschlachtet werden konnte. Die Enttäuschung war groß. Zwei starke Arme packten den König, setzten ihn auf sein Pferd und Klapp, preschte das Pferd mit dem König davon.


Der König konnte sein Glück kaum fassen und klammerte sich fest an seinen behuften Freund bis er schließlich wieder in sein Königreich kam und durch die Burgtore galoppierte. Sofort ließ er seinen Kanzler aus dem Verließ holen. „Kanzler, Kanzler, Du hattest mit allem Recht. Es war gut, so wie es war.“ Und er erzählte seinem Kanzler die ganze Geschichte. „Du siehst, am Ende hat mir mein gebrochenes Bein mein Leben gerettet."


"Es war tatsächlich alles gut, so wie es war!“


Dann hielt der König aber plötzlich inne. Ihm war ein Gedanke gekommen. „Kanzler, aber sag mir eins. Wenn es gut für mich war, so war es aber doch nicht gut für Dich. Denn ich habe Dich für Wochen in den Kerker sperren lassen, wo Du bitterlich frieren musstest." Der Kanzler lächelte. „Mein König, auch für mich war es gut. Denn bedenkt, ich weiche normalerweise niemals von Eurer Seite. So hätten die Kannibalen Euch verschont, aber mich hätten sie gebraten. So war es gut, dass ich zu diesem Zeitpunkt sicher im Kerker war.“


(Diese Geschichte über das Vertrauen, wurde erzählt von dem spirituellen Meister Mooji.)












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